PROSECCO. EINE ZWEITAUSEND JAHRE LANGE GESCHICHTE

„Und nun will ich mir den Mund benetzen mit diesem apfelaromatischen Prosecco” schrieb Aureliano Acanti im Jahre 1754. Aber schon in römischer Zeit wurde aus den Trauben der Rebsorte Glera, die anfänglich im Ort Prosecco auf den Karsthügeln von Triest angebaut wurde, ein Wein namens Puccino erzeugt. Im siebzehnten Jahrhundert entwickelte sich der Anbau der Rebsorte Glera über das gesamte venetisch-friulanische Hügelband wie im Roccolo “Dieser perfekte Prosecco aus Monteberico” und in der Collezione Ampelografica provinciale Trevigiana “dank ihrer aromatischen Qualitäten zu den besten weißen Trauben für die Erzeugung eines Weins mit einem feinen sensoriellen Profil zählend” angeführt wird. Aus diesen Gebieten hat sich die Produktion in die angrenzenden Ebenen des Veneto und des Friaul ausgebreitet. Hier entstand am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts dank der neuen Technologie der Versektung der Prosecco, den wir heute kennen. Es ist der Mensch mit seinen technischen Fähigkeiten gewesen, der die Produktion des Prosecco Doc möglich gemacht hat. In einem Text aus dem Jahre 1937 steht: “In Fässer gefüllter Prosecco wird am Anfang des Frühlings verkauft und für die Flasche bestimmt, wo er zu Schaumwein wird”. Im letzten Jahrhundert hat sich im Produktionsgebiet auch dank der Önologieschule in Conegliano Veneto, die die Produktionsmethode perfektioniert hat, um die besonderen Eigenschaften des Prosecco hervorzuheben, eine spezifische technisch-wissenschaftliche Kompetenz herausgebildet. 8159 Weinbaubetriebe, 269 Schaumweinhersteller und 200 Millionen Flaschen: das sind die aktuellen Zahlen zum Prosecco. Darüber hinaus garantiert die geschützte Ursprungsbezeichnung seit 2009 die Qualität des weltweit bekanntesten italienischen Schaumweins.
 PROSECCO. EINE ZWEITAUSEND JAHRE LANGE GESCHICHTE